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sabato 5 aprile 2014

Selfies in India - too much Sabine

an Indian Newspaper, Dec 2013

Heute schreibe ich über dieses neue Phänomen, oder wie ich es nennen möchte, neuen Zeitvertreib: die Selfies. In Indien eine Tageszeitung lesend, traf ich auf die Definition von "Selfie", (vorher kannte ich den Begriff nicht!) das mittlerweile im Oxford Dictionary aufgenommen worden ist und im letzten Jahr zum englischen Wort des Jahres wurde. 
Im Sinne von "Ich knipse, also bin ich" (schreibt die FAZ im letzten August), halten wir alle möglichen Augenblicke fest, und wir werden zum Protagonisten dieser Augenblicke. Um was geht es: den Augenblick tatsächlich festzuhalten? Oder den Augenblick festzuhalten und mit anderen zu teilen? In Echtzeit zu teilen. 

Ich habe nicht gezählt, wie viele Selfies ich auf meiner Reise gemacht habe. Viele. Aber: ich habe sie nicht ständig in Echtzeit auf den Social Networks geteilt, denn alle möglichen Leute wollte ich dann doch nicht auf meiner Reise dabei haben (in Echtzeit). Für mich war es ein Zeitvertreib;  war mir langweilig, war der Fotoapparat zur Stelle. Und so schnitt ich alle möglichen Grimassen und Gesichtsausdrücke, hielt sie fest, verschickte sie, nahm sie mit nach Hause. Und jetzt sitze ich hier mit den ganzen Selfies.

Um was geht es wirklich: um Selbstliebe - ich knipse, also liebe ich mich - oder geht es darum durch die Selbstdarstellung des Äußeren, sein Ego zu puschen? Liebe ich mich selbst und teile dies mit den anderen, "seht her ich liebe mich", oder such ich die Liebe, die Wertschätzung der anderen? Vielleicht auch die Bestätigung, das was ich bin ist super, das was ich mache ist super. 


Zum Abschluss meine Selbstdarstellung und das hat wirklich nichts mit Yoga zu tun, denn im Yoga geht es genau um das Gegenteil: das nach Innenkehren der Sinne. Weg von Äußerlichkeiten, Schein und Masken, die unseren Blick und unser Feingefühl für das Wesentliche verschleiern: es geht immer noch darum das wahre Selbst kennenzulernen, das zu spüren was in uns passiert. 

Dann los: rauf auf die Matte und versuch mal ein Selfie in einer Yogaposition! 

Selfies from India

domenica 9 febbraio 2014

Travelling alone means never be alone

Wird dies mein letzter Artikel zu meiner Indienreise werden? Ich habe noch einige Geschichten im Kopf, aber der Alltag hat mich wieder. Nun bin ich seit vier Wochen wieder zurück und Indien ist in weiter Ferne. Dennoch gehen mir ab und zu Bilder von der Reise durch den Kopf. Einige Dinge habe ich von dieser Reise mitgenommen, nicht nur Tücher, Kleider, Düfte, sondern Inspiration.  Harry's Yogaunterricht hatte mich sehr inspiriert und ich lasse einige Elemente jetzt in meinen eigenen Unterricht einfließen, wie zum Beispiel die vielen Sonnengrüße anfangs der Stunde (die TeilnehmerInnen werden es mir danken, nach ihrem Schwitzen und Stöhnen zu beurteilen, glaube ich, dass ich die einzige Sonnengrußliebhaberin bin).
Als Yogalehrerin lebend und arbeitend, schwebe ich nicht einfach durch den Alltag - schön wäre es - aber ich arbeite daran. Auch ich muss mich mit Bürokratie, Büroarbeit, Kommunikationsschwierigkeiten und kleineren und größeren Hürden konfrontieren. Nun aber, nachdem ich alleine durch Indien gereist bin, habe ich das Gefühl, es gibt ja kein Hindernis mehr, das für mich nicht überwindbar wäre.
Und so wäre ich beim Thema des Artikels angelangt, das Alleinereisen.

Wie ihr schon öfters herauslesen durftet, war dies meine erste Reise, die ich alleine gemacht habe. Bis jetzt fehlte mir immer die Courage, der Wille, die Inspiration, alleine irgendwohin zu fahren. Es hängt auch davon ab, wohin man fährt. Ich kann mir vorstellen, ein Meerurlaub alleine, wäre mir zu langweilig (abgesehen davon, würde ich keinen mainstream Meerurlaub in Sharm  El Sheik zum Beispiel überhaupt nicht machen). Natürlich ist Indien, wenn man so die Menschen reden hört, nicht gerade das ideale Land als Frau alleine zu bereisen. Deshalb bekam ich auch viele gute Wünsche zum Beginn meiner Reise von vielen Menschen mit. Aber ich möchte jetzt auch nicht erläutern, wie reist man als Frau durch Indien, da gibt es jede Menge Artikel darüber. Nur so viel, dass ich mich nie unsicher oder in Gefahr gefühlt habe, dass es aber deutlich einfacher ist, durch den Süden Indiens zu reisen, als durch den Norden. Man sollte dennoch ein wenig vorsichtig sein, das steht aber alles in den Reiseführern. Passieren kann immer was, in Indien, aber auch hier zu Hause. Der positive Gedanke, dass nichts passieren wird, ist schon mal ein guter Ansatz.

Ich war zwar alleine unterwegs, fühlte mich aber nie alleine. Ich habe viele Bekanntschaften gemacht (mit manchen bin ich immer noch in Kontakt), viele Momente mit Unbekannten geteilt, Reise- und Lebenserfahrungen ausgetauscht.

Die richtigen Menschen begegnen sich immer im richtigen Augenblick.

Alleine reisen bedeutet für mich Freiheit, weil ich alleine entscheiden kann, wie und mit wem ich den Tag verbringe, was ich erleben möchte, ich bin an keinen Plan gebunden (außer an den Zugfahrtsplan) und kann jederzeit alles über Bord werfen und ganz was anderes machen. Wenn ich Lust auf Menschen habe, so begegne ich ihnen. Wenn ich für mich sein will, so darf ich das. 
Ich kann essen, wann ich Hunger habe, und aufstehen sobald ich wach bin, egal ob 5 Uhr früh oder um 10. 

Man muss nicht Vipassana machen, um sich selber näher zu kommen, das passiert auch wenn man alleine reist. Weil ich mich nicht in meiner gewohnten Umgebung befinde, und mich deshalb nicht an meiner Struktur festhalten kann, muss ich mich auf jeden Augenblick, auf jede Situation einlassen - immer wieder aufs neue. Ich weiß nie, was kommt, nur, dass was kommt. Aber auch dafür muss ich offen sein, um es empfangen zu können.

Viele Worte in diesem Artikel und so noch ein paar Bilder von einigen meiner Reisebegegnungen (vielleicht wurden manche Fotos schon veröffentlicht). 







... it continues but I don't know when..

venerdì 17 gennaio 2014

wie die Reise weiterging...

Ich bin wieder zurück.
Zurück zu Hause, in der westlichen Welt, im Winter. Noch aber, muss ich euch von meiner Reise weitererzählen.

Ich bin noch in Goa und nehme einen 12 Stunden Zug nach Mumbai. Ich fahre diesmal während des Tages, weil ich auch was von der Landschaft sehen will. In den Reiseführern beschreiben sie diese Strecke Goa - Mumbai als wunderschön. Es stimmt. Schade nur, dass die Fenster des Zuges so zerkratzt sind, dass ich keine gute Sicht habe, Fotos kann ich erst recht vergessen. Aber die schönsten Bilder behält man sowieso im Kopf und kein noch so guter Fotoapparat kann beeindruckende Momente festhalten. Rausschauen, genießen und speichern.
Die 12 Stunden sind wieder einmal recht schnell vergangen - in indischen Zügen ist immer viel los. Zunächst lerne ich einen indischen Ingenieur kennen, der zwischen Mumbai und Goa arbeitet und der nächstes Jahr für einen Master in die USA will. Vorher macht er einen einmonatigen Zwischenstopp in Europa, um Europa zu besichtigen. Was ich ihm empfehle, fragt er mich. In Europa hat man die Qual der Wahl, zum Glück, ist Europa klein und die Distanzen sind nicht groß. Da kann man in einem Monat ganz schön viel sehen! Das nötige Kleingeld brauchts natürlich auch.
Ein junges, indisches Paar hat ebenfalls mit mir das Zugabteil geteilt. Ein sehr modernes Paar. Sie studiert, er arbeitet, verheiratet sind sie nicht. Ich hab auch nicht so richtig verstanden, ob sie ein Paar sind, oder nur Freunde. Egal, ob das eine oder das andere, sie waren in Goa im Urlaub, und das ist normalerweise für die indische Gesellschaft nicht so üblich.
Was die Eltern dazu sagen, dass sie so einen "modernen" (nennen wir es mal so), westlich orientierten Lebensstil gewählt haben. Ihre Eltern akzeptieren das, die indische Gesellschaft ist das Problem. Sie hat sehr viel Macht, urteilt und verurteilt. Es geht darum, von Grund auf, die Gesellschaft zu verändern. Sie erzählt, die neue Generation, die junge indische Bevölkerung versucht langsam eine Veränderung einzuleiten. Es ist aber nicht einfach, seinen Weg zu gehen und sich der gesamten Gesellschaft zu widersetzen.
Es ist ein interessantes Gespräch, sie erzählt mir von Indien und seinen Problemen. Die wichtigsten, kennt man, sie meint, man müsse beginnen, diese zu lösen.
Die Überbevölkerung: wenn jemand viele Kinder hat, kannst du sicher sein, dass die ersten vier, fünf Kinder Mädchen sind, und sie bekommen so viele Kinder, bis endlich ein Junge kommt. Es geht darum in Bildung zu investieren, das geht aber nicht, wenn die Familien weiterhin so viele Kinder bekommen. Wenn eine Familie vier, fünf Kinder hat, dann kann sie nicht allen eine Bildung bieten. Neben dem Problem der Bevölkerung, der mangelnden Bildung, nennt sie als drittes jenes der Hygiene und Gesundheit.
Viel zu tun in Indien. Sie klingt sehr positiv, hat Mut und Kraft zur Veränderung. Sie sieht nicht aus wie eine Frau, die zusieht und die alles weiterhin so hinnimmt, wie es bisher war.

Die letzten zwei Tage in Mumbai, verbrachte ich mit Shopping (natürlich), einer Bootsfahrt zur Elephant Island, und damit mein anhaltendes Darmproblem zu heilen. Danach hatte ich genug von der Stadt und von Indien.
Nach fast vier Wochen habe ich mich aufgeladen mit Energie, hab Eindrücke und Inspiration in meinen Rucksack gepackt, und kann das Land glücklich verlassen.

... Fortsetzung folgt...
Hier noch ein paar Bilder...



 
Elephant Island







Dhobi Ghat - Wäschere in Mumbai: hier waschen nur Männer!

domenica 12 gennaio 2014

Colorful people

      

    












                                                                 



... Fortsetzung folgt...

martedì 7 gennaio 2014

Happy New Year from Goa

Quando ho iniziato questo viaggio non avevo un tragitto ben definito. Sapevo che volevo vedere il Sud dell'India e ho scelto come già avete letto Mumbai come punto di partenza e di arrivo. Durante i preparativi a casa, leggendo la mia "Bibbia" cambiavo in continuazione i luoghi che volevo vedere. Sapevo che durante questo viaggio, a differenza del primo di due anni fa, non volevo fare tanti spostamenti: meno post ma starci più a lungo ((il racconto del primo viaggio lo trovate sul blog "vado un attimo da quella parte")).
Dopo la mia lunga permanenza a Varkala dovevo e volevo concretizzare il percorso e le tappe. Se vuoi viaggiare in treno per l'India devi essere flessibile, perchè non ottieni sempre quel biglietto che vuoi, per un certo treno/giorno/classe. 
L'unica decisione da prendere era, dove passare il Capodanno. A Mysore, a Goa o in un'altra parte?
E così mi capita di prendere un biglietto per il treno da Mysore in partenza la mattina del 31/12/2013 e in arrivo a Goa alle 5.15 del 01/01/2014.
Trascorrerò le ultime ore e le prime viaggiando in treno. Era la scelta migliore: rimanere in movimento.
L'ultima foto dell'anno

La prima dell'anno nuovo 

In Goa angekommen, lerne ich am Taxistand eine Frau aus Deutschland kennen und sie kommt mit mir mit. Anfangs teilen wir uns das Taxi, dann für 5 Tage das Zimmer.
Zufall? Viele Menschen, denen ich auf dieser Reise begegnet bin, sagten mir, es gäbe keine Zufälle.
Ich sage immer, die richtigen Leute finden zum richtigen Zeitpunkt zueinander!

Neujahrsfrühstück in Anjuna!
Anjuna liegt im Norden Goa's und ist der Partytempel. Genau das richtige für mich! Wer mich kennt, liest den ironischen Unterton. 

Strandurlaub: schlafen, essen, lesen, philosophieren, 
Frauengespräche, um die Männer zu verstehen... und Shoppen natürlich


Nach zwei Tagen fahren wir Richtung Süden: Palolem Beach! 


Wir wohnen in einer Strandhütte. Kann originell sein, aber ist nicht immer so ruhig, wegen der Musik am Abend in den Lokalen, wegen der Feuerwerken, die jeder hier jederzeit abschießen darf, und kühl kann es auch werden in so einer Hütte. 
Meine Reisegefährtin findet in der Dusche einen Frosch, der aber nicht zum Prinzen wird. Hat sie ihn eigentlich geküsst? Ich war da nicht dabei.



Immer wieder treffen wir auf nette Lokale, in denen wir stundenlang verweilen. 
In Palolem Beach bleibt mir ein Abendessen schwer im Magen liegen, sodass am nächsten Tag alles raus muss und ich einen Day Off einlegen muss. Das ist inzwischen drei oder vier Tage her, aber mein Magen-Darm-Berreich ist noch nicht so in Ordnung. Ein paar Stunden später ging es meiner Reisegefährtin auch schlecht, und so teilten wir unser Leid. 
Diese Magen-Darmgeschichte hielt mich aber nicht davon ab, 5 kg Vorhangstoff zu kaufen (wofür, erzähl ich ein andermal) und zur Pediküre zu gehen - das zweite Mal innerhalb von 2 Wochen, man gönnt sich ja sonst nichts. 


Nach 5 Tagen Sonne, Wärme und Vitamin D Vorräte tanken, trennten sich wieder unsere Wege.
Ich stieg wieder in den Zug, zum letzten Mal, und fuhr 12 Stunden lang nach Mumbai zurück, wo sich ein Kreis schließt.
Nein, nein, ich komme noch nicht zurück. Ein paar Tage habe ich noch und noch was zu erledigen...

...Fortsetzung folgt...