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martedì 21 marzo 2017

Winter mit Baby

Endlich ist er vorüber - der Winter.
Winter mit Baby kann ganz schön anstrengend sein. Die Tage sind kurz und kalt, die Aktivitäten im Freien sind deshalb begrenzt, vor allem wenn das Baby nicht stundenlang in der Gegend herum geschoben werden möchte, sondern im Gegenteil, sich selber bewegen möchte.

Max wird schwerer und länger. Eines meiner letzten Tragebilder in der Wickelkreuz-Bindeweise.


Wozu braucht es Spielzeug? Für die Erwachsenen! Denn Kleinkinder unterhalten sich am besten mit Alltagsgegenständen.

Im Winter gehen wir Nachmittags selten raus, machen dafür zusammen lange Schläfchen unter einer kuscheligen Decke, die ich in der Südtiroler Wollwelt fand (http://www.wollwelt.it)

Auf Entdeckungstour

Weihnachten mit 10 Monaten: interessanter ist das Paket, anstatt der Inhalt

Nach Weihnachten kommt bald der 1. Geburtstag: 
Krone, zuckerfreier Kuchen und Luftballons dürfen nicht fehlen. 
So ein Geburtstag kann für die Mami ganz schön anstrengend sein: alle wollen das Geburtstagskind feiern, das aber macht das wonach ihm ist. Wieso sollte er auch eine Krone aufsetzen, wird er sich denken. Und weshalb kommen alle Großeltern gemeinsam zum Mittagessen?
Leider kann ich seine Gedanken nicht lesen, aber von seinen Gesichtsausdrücken kann ich doch was annehmen.
Zum meinem Glück muss Max auch an seinem Geburtstag am Nachmittag schlafen, und so kann auch ich mich vor den Verwandten für ein Stündchen verdrücken. 


Da wir nicht möchten, dass unser Kind von Geschenken überhäuft und überrumpelt wird, haben wir entschieden, dass es zu jedem Anlass nur eines bekommt. Das ist nicht ganz so einfach in der Umsetzung, aber wir versuchen es. 
So bekommt Max zum 1. Geburtstag ein Pikler Dreieck, zum Klettern und rum turnen. 

So wollten wir Max nicht den Schnee vorenthalten, und obwohl er in diesem Winter schwer zu finden war, konnten wir einige Ausflüge mit der Rodel machen. Aber auch das Baby auf der Rodel durch den Schnee ziehen, will gelernt sein. Es kann schon auch mal vorkommen, das Rodel samt Baby umfällt! 


Mmmhhh... die Faschingskrapfen haben es dem kleinen Gepard angetan. Weshalb auch nicht - wenn alle um ihn herum einen in den Mund stecken? Aber für heuer gibts noch Muttermilch mit Krapfengeschmack, das muss reichen!
Und so vertreibt der Fasching den Winter und wir sind bereit für die langen Tage, für die wärmeren Temperaturen und für das Freie!


venerdì 28 ottobre 2016

Max, der Tragling


Anfang Oktober fand die Internationale Babywearing Woche statt und deshalb hatte ich meine Tragegeschichte aufgeschrieben, die ich hier nochmals veröffentlichen möchte. 


Für alle werdende Mamis & Papis, die ihr Baby gerne tragen möchten, empfehle ich euch die TrageberaterInnen, die mittlerweile einen Verein gegründet haben. 
Alle Infos und Kontakte rund ums Tragen findet ihr hier: 

http://www.trageberatung-suedtirol.it/de_DE/


Meine Tragegeschichte beginnt vor einigen Jahren, mit der Geburt meines Patenkindes. Dank ihrer Mutter und meiner besten Freundin, kam ich in den Kontakt und Genuss, ein Baby zu tragen. Sie hatte kaum Hemmungen und wickelte mir Tragetuch mit Baby um den Körper und so durfte ich im engsten Kontakt zur Patentochter durch die Stadt spazieren. “Deines?”, wurde ich gefragt, denn tragende Tanten sieht man noch nicht oft.
Wie meine beste Freundin zuerst ihre Tochter, und bald darauf ihren Sohn in das Leben trug, überzeugte mich, und sobald ich vom heranwachsenden Leben in meinem Körper wusste, wusste ich, es würde ein Tragling werden. Zumindest wünschte ich es mir fest.
Meinen Partner und Vater des Kindes musste ich davon kaum überzeugen. Wahrscheinlich war er froh, dass wir uns nicht mit der Kinderwagenfrage auseinandersetzen mussten. So ersparten wir uns Stress und Geld. Obwohl ich Tragetuch, Ring Sling, Tragehilfe von meiner besten Freundin bekam, leistete ich mir doch ein Tragetuch und ganz wichtig, eine Tragetuchberatung: Mit dickem Bauch und Partner kurz vor der Geburt.
Nach der Geburt jedoch konnte ich mich kaum an die Bindetechnik erinnern. In der Beratung war alles so einfach und jetzt? Wie sollte ich dieses kleine Wesen in das Tuch bekommen? So nahm mein Partner den Ring Sling und mit Hilfe von Videos, band er sich geduldig das Baby an seinen Körper. Es folgte bald eine zweite Trageberatung, diesmal mit echtem Baby.
So begann unsere Tragegeschichte mit unserem Sohn.  Ich trug ihn Herz an Herz, Bauch an Bauch ins Leben. Seitdem sind nun fast 8 Monate vergangen, die Tragemomente werden seltener, aber es gibt sie noch: Beim Wandern, wenn er müde ist und nicht einschlafen kann, wenn er an meinem Kittel hängt und ich kochen sollte, wenn ich freie Arme brauche, wenn ich mit dem Bus fahre, wenn er mir fehlt und seinen Atem spüren möchte.
Tragen ist für mich nicht einschränkend, sondern befreiend!

venerdì 29 luglio 2016

Sommer mit Baby

Während der Sommer so langsam seinen Höhepunkt erreicht, um sich dann wieder zu verabschieden, wächst und gedeiht mein Baby, sodass wir im Herbst die ersten Früchte ernten können: die Zähne! Die wir natürlich gerne in seinem Mund lassen, nach der ganzen Anstrengung! 
So verbringe ich meinen ersten Sommer als Mami noch immer recht mobil, diesmal mit Baby im Gepäck. Und zum Baby kommt eine ganze Menge hinzu. Die Windeln gehören ja zur Grundausstattung, aber das Baby spielt in der Zwischenzeit, deshalb kommt das Spielzeug dazu, etwas Hartes zum Beißen für das Zahnen, die Sonnencreme egal ob am Berg oder Meer, jede Menge Wechselkleidung, denn man weiß ja nie. Während sein Gepäck zunimmt, reduziert sich meines. Die Ansprüche verringern sich, sieht ja niemand, ob mein Haar geglättet ist oder nicht, denn die Leute schauen ja nur auf Max. Das kann in manchen Situationen auch ganz praktisch sein. 
So fahren wir ans Meer und stecken seine Füße in salziges Wasser, wir besteigen den ersten Gipfel und packen seine Hände in Socken, damit er nicht zu kalt bekommt. Na ja, die Sonnenstunden am Strand sind nun weniger, und die Berggipfel niederer. 

Und hier unsere Sommeralbum
Früher gab es Fotos von meinen Reisen, jetzt von dieser neuen unendlichen Reise des Mami-Seins.

Tragen tragen tragen
Immer und überall! Ich liebe es, Max im Tragetuch zu tragen. Manchmal habe ich an sehr heißen Tagen wenig Lust dazu, und ich bin auch dabei, ihn den Kinderwagen schmackhaft zu machen. Aber wenn besonders viel los ist und er einen Wachstumsschub hat, finde ich, dass Tragen ihm Sicherheit gibt, da es für ihn etwas Vertrautes ist. 
Nähe und los lassen. 


Da gibt es Nächte, die dauern ewig, man meint, ständig nur wach zu sein und zu stillen, man liegt verspannt im Bett und Wacht am Morgen müder auf, als man zu Bett ging. Dann dreht man sich zur Seite und sieht seinen Sohn ruhig und entspannt und alle Mühe und Anstrengung ist vergessen. Momente wie solche kommen nicht zurück: 
festhalten! 

Max sitzt! 
Und schwupsdiwupp plötzlich sitzt er. Ohne zu üben und zu probieren. Von einem Tag auf den anderen und einiges ändert sich. Für Max einen neuen Blickwinkel. 
Und nichts ist wie vorher.

Nochmals Tragen: diesmal am Rücken vom Papi und es geht hoch hinauf. Wurzeln und Flügel sollten wir unseren Kindern geben. 
Beides finden wir in der Natur.

Ein weiterer Schritt im Abnabelungsprozess: auf allen Vieren kann man sich von der Stelle bewegen. Noch geht's rückwärts, aber trotzdem kommt Max schon weit. 
Wo ist mein Baby? 

Mit jedem Fortschritt, kehrt Max dennoch wieder zurück. Festhalten ist jetzt besonders wichtig, und zwischendurch aufwachen, um zu sehen, ob Mami noch da ist. 
Glücksmoment. 

martedì 26 aprile 2016

Mein Alltag... als Mami

Nun ist der kleine Max schon seit 10 Wochen ein Erdenbürger und inzwischen habe ich ihn wieder, den Alltag! 
In den ersten Wochen ging alles drunter und drüber: körperlich noch nicht fit, auf der Achterbahn der Gefühle zwischen Euphorie und Tränen, Freunde und Familie, die ständig Max im Arm halten wollen und sich beklagen, dass er immer schläft, und ich mittendrin. 
Zunächst einmal kommen Max' Bedürfnisse: essen, wickeln, schlafen. Klingt ganz schön eintönig, aber füllen den Tag. Schläft er mal oder ist er mit der Omi unterwegs, weiß man nie wie lange das dauert. Wie eine verrückte und überhaupt nicht yogisch, hetze ich dann von einer Ecke zur anderen, und versuche gleichzeitig zu duschen, zu putzen, zwischendrin die Dokumente für die Steuererklärung zu suchen. Und von einem Moment auf den anderen schreit er aus Hunger, und ich muss alles stehen und liegen lassen. 
Max schläft zwar gerne, aber während des Tages überhaupt nicht gerne zu Hause. Deshalb muss ich immer bereit sein, aus dem Haus zu stürmen, wenn er aus Müdigkeit weint und verzweifelt ist, weil er nicht einschlafen kann. Egal ob Tragetuch oder Kinderwagen, Hauptsache in der frischen Luft. Wieder lasse ich alles stehen und liegen, und nimm nur Handy, Schlüssel und Kaffeegeld mit, manchmal auch mit ungekämmten Haaren. Aber seit Max da ist, schaut mich eh keiner an, und das ist in solchen Fällen auch gut. Wenn er dann schläft, spaziere ich langsam durch die Gegend, denn jetzt habe ich ja keinen Stress. Nach 2 oder auch 3 Stunden ist Max ausgeruht und hungrig, und ich bin müde. 
Morgens wache ich durch ein quitschen auf und er strampelt friedlich in seinem Bettchen und lächelt den ober ihm hängenden Elefanten zu. Solche Momente erinnern mich daran, dass meine Bedürfnisse jetzt nicht so wichtig sind, wichtig ist, dass er zufrieden und fröhlich ist. 

venerdì 1 aprile 2016

Ich vernachlässige meinen Blog...

Das Baby ist nun 6 Wochen alt und obwohl es recht zufrieden und entspannt ist, komme ich zu nix. Stillen, wickeln, stillen, schlafen legen. Wenn er zu Hause nicht schlafen will, rein ins Tragetuch und raus aus dem Haus. Nach einer Minute schläft er und ich spaziere und spaziere, denn Bewegung und frische Luft schaden ja nicht, komme müde nach Hause und wieder stillen und wickeln, zwischendrinnen kochen. Erstaunlicherweise vergeht aber die Zeit wie im Flug, obwohl ich mehr oder weniger ständig dasselbe mache. 
Da ich manchmal aber auch Zeit für mich brauche, kehrte ich heute etwas früher vom Spazieren zurück, Baby bleibt im Tragetuch und ich kann ein bisschen auf dem Computer arbeiten und auch den Blog aktualisieren. 



Yoga mit Baby ist hingegen etwas schwieriger. Max ist nicht so geduldig und langweilt sich schnell, wenn ich über ihn Surya Namaskar übe. Aber ihm wird nichts anderes übrigbleiben, als sich daran zu gewöhnen. 

sabato 5 marzo 2016

Das Baby ist da

So, während Max langsam in seinem Stubenwagen aufwacht, versuche ich hier noch schnell zu erzählen, was in den letzten Wochen passiert ist.


Das war ich zwei Tage vor der Geburt. Es war Sonntag und um die Geburt etwas zu unterstützen, ging ich wandern. Eine Freundin riet mir, anstrengend spazieren, hilft, die Wehen auszulösen. Schaden kanns ja nicht. Tatsächlich spürte ich in der darauffolgenden Nacht ein Ziehen, das kam und ging, stärker wurde und schwächer.  
Erst am darauffolgenden Abend gegen 19 Uhr begann sich dann was zu bewegen. Waren es Wehen?
Zwischendrin versuchte ich mich mit Suppe Kochen, Fern sehen, und einem Zen-Malbuch abzulenken. Die Wehen, es konnten nur Wehen sein, wurden stärker und die Pausen kürzer, und so war es Zeit, den nächsten Schritt zu machen: den Weg ins Krankenhaus einzuschlagen. 
Das war um 23 Uhr und um 2.53 des 16.02.2016 war Max da!

Darf ich vorstellen: MAX!

Das ist mittlerweile fast drei Wochen her. 
Drei Wochen, in denen sich jeder Bezug zur gewohnten Realität aufgelöst hat: ob man will oder nicht, alles richtet sich nach Max. Wochen, in denen ich mich neu finden muss: ich bin nicht mehr die Sabine mit Bauch, und auch nicht mehr jene die ich vorher war, obwohl der Bauch weg ist. Jetzt bin ich Mutter, muss aber noch lernen, mich mit dieser Rolle zu identifizieren.
Max meldet  sich wieder: Stillzeit! Der Artikel (ich habe ihn heute Vormittag begonnen) muss warten!

... nach 2,5 Stunden sitze ich wieder hier und kann weiterschreiben...

Ich habe aber in der Zwischenzeit den Faden verloren, muss jetzt etwas essen, denn Stillen raubt mir viel Energie, und dann ab ins Bett, denn nun heißt es, schlafen wenn das Baby schläft!

lunedì 8 febbraio 2016

- 4 ... wie verbringt man die letzten Tage?

Am Besten nicht wartend!
So, jetzt könnte es aber langsam los gehen - denkt wahrscheinlich jede Schwangere, wenn es dem Ende zu geht. Auch für mich könnte es langsam los gehen, aber nicht etwa, weil es anstrengend ist, so anstrengend empfinde ich es gar nicht, der Bauch ist zwar groß und schwer, kann mich aber dennoch gut bewegen, nachts schlafe ich jetzt viel besser als am Anfang der Schwangerschaft und muss gar nicht so oft aufstehen, wie so manche jammert.
Der einzige Grund weshalb ich mir wünschte, mein Baby sollte sich so langsam in Bewegung setzen ist, ich möchte den Fasching vermeiden. Den Fasching, den mochte ich nie, genau so wenig wie den Monat Februar. Genau deshalb wird mein Baby in diesen Tagen zur Welt kommen, damit ich mich mit Fasching und Februar langsam anfreunde. Ich sehe mich schon, Geburtstagsfeiern mit Kostüm organisieren zu müssen.
Morgen ist Faschingsumzug mit Fest, weshalb nicht die nächsten Tage ruhig im Krankenhaus verbringen? Mein Partner natürlich, will die Geburt verschieben: nicht jetzt an diesem Faschingswochenende und am besten 7 Tage nach dem Termin! 7 Tage!!! Na was mache ich denn in der Zwischenzeit?


Meine Tipps für die letzten Tage:

Abends so oft als möglich, aus gehen: Konzert, Kino, Reisevortrag über Chile (um mein Fernweh zu erwecken), Freundinnenstammtisch und es gibt noch Tausend anderer Möglichkeiten. Wichtig: nicht zu Hause bleiben, denn das ergibt sich schon bald von alleine.

Sich mittags bei guten Freunden zum Essen einladen: auch kochen werde ich noch früh genug! Sollten die Freunde mal nicht können, Mami hat bestimmt einen Teller übrig.

Nähen: Ist sehr meditativ. Dazu gehört auch Stricken, Malen, oder sonst etwas basteln. Das sich auf eine Sache konzentrieren, macht den Geist frei und leicht. Gleichzeitig ermüdet man, und ist bereit für einen langen Mittagsschlaf, das ist der nächste Tipp.

Lesen: Kann man überall. Beim CTG im Krankenhaus sehr empfehlenswert, während man im Hintergrund das Herzklopfen des Babys hört. Lesen im Zug, zu Hause, im Café, in der Sonne! Lenkt auch von den eigenen Gedanken ab und lässt uns in eine neue Welt eintauchen. Und bitte nicht zu anspruchsvoll! Dann verliert es an Entspannung.

Backen: Ich ehab heute meinen ersten Apfelstrudel gebacken und meine Schwester nennt mich schon "Hausmütterchen".

Telefonieren ist Balsam für die Seele. Am besten Freunde anrufen, die viele Klatschgeschichten und wenig Geburtsgeschichten kennen.

Friseurbesuch: Ganz klassisch gehen sehr viele schwangere Frauen gegen Ende hin, zum Friseur. Musste ich auch machen, aus dem einzigen Grund, ich konnte mich nicht mehr im Spiegel sehen. Beim Friseur gibts außerdem Klatschzeitungen, und so konnte ich mein Wissen wieder etwas erweitern, nachdem mein letzter Friseurbesuch eine ganze Weile her ist.

Auf Schnäppchensuche während der letzten Ausverkauftage: Ich wurde fündig!! Was kann sich eine hochschwangere Frau kaufen? Nicht viel! Aber eine Handtasche ist ebenso Balsam für die Seele.

Und zu guter Letzt: Yoga!
Ich habe in dieser Woche meine Kurse beendet, und es war für mich sehr angenehm so lange zu unterrichten. Ein bisschen Bewegung, viel Entspannung und vor allem Ablenkung.

So liebe hochschwangere Frauen: 
Genießt die letzten Tage, denn sie kommen, wie so vieles, nicht mehr zurück.





lunedì 25 gennaio 2016

Noch 19 Tage...

erinnert mich heute meine Schwangerschafts-App.
Ja, ja, wenn das so einfach wäre und das Baby käme am Stichtag, dann hätte ich alles unter Kontrolle und könnte alles schön vorausplanen. Aber so bin ich irgendwie ausgeliefert. Wem?
Dem Baby, meinem Körper, meiner mentalen Bereitschaft, den Bauch los zu lassen.
Das ist nämlich gerade mein Thema.
Als Schwangere lebt man in einem besonderen Zustand: man ist runder und es ist ganz normal wenn man auch mal zwei Faschingskrapfen ißt; man watschelt wie eine Ente und die Leute lächeln einem zu; jeder Unbekannte wünscht dir "alles gute" (weshalb, ich hab ja nicht Geburtstag und das neue Jahr ist bereits 3 Wochen alt, dann fällt mir wieder der Bauch ein); in einem Lokal kann man noch vor Bestellung auf die Toilette stürzen; mein Partner hilft mir in den Mantel und zieht mir die Stiefel aus; die Kinder im Schwimmbad starren mit großen Augen auf meinen Bauch, und riskieren dabei, selbst ins Becken zu fallen.
So ein Bauch ist groß und großartig. Man wird umsorgt und bemuttert und manchmal sogar auf Händen getragen. Man kann sich hinter dem Bauch verstecken: keiner sagt mehr was zu meinem ergrauten Haar (es war schon vor der Schwangerschaft grau, aber jetzt gab es Färbeverbot), oder zu den verschlafenen Augen: Hauptsache der Bauch schaut gut aus! Und ich fühle mich nie allein: denn ständig bewegt sich was in mir, oder es zieht und kneift und drückt. Ich ertrage gut die -10 Grad, denn der Bauch wärmt mich ja.
Also: wann habe ich genug von diesem wunderschönen Bauch?? Wann werde ich bereit sein, ihn loszulassen. Ich weiß, wenn ich nicht bereit sein werde, wird es schwieriger. Das Baby beginnt sich den Weg nach unten zu graben, aber auch ich muss meinen Beitrag dazu leisten, und ihm den Weg ebnen, anstatt es davon abzuhalten.
So höre ich jetzt regelmäßig die Entspannung und Geburtsaffirmationen vom Hypnobirthing an - schaden kann es ja nicht, im Gegenteil! Ich konzentriere mich auf meinen Atem, und lasse ihn nach unten fließen.
Ich praktiziere und unterrichte Yoga und jetzt geht bald gar nichts mehr: Ich wollte den normalen Drehsitz vormachen, und mir blieb die Luft weg. Ich sage die Stunde an, und zwischendrin muss ich tief Luft holen. Und die 12 Kg mehr spüre ich, wenn ich versuche auf dem Kopf zu stehen. Aber das lasse ich besser, denn das Baby muss ja RAUS!!

So wissen meine Schüler nicht, wie lange sie mich noch sehen werden, es bleibt spannend für sie und für mich.
Ich habe mir jetzt den Unsinnigen Donnerstag als Geburts-Tag ausgesucht: Ich habe es nicht so mit dem Fasching, dann würde ich mir das ersparen, vorher könnte ich noch 2 Wochen unterrichten, und bis dahin habe ich dann vielleicht auch Kindermatratze, Kinderwagen, und was fehlt noch alles??

 

Zum Hypnobirthing-Geburtsvorbereitungskurs: 
Ich habe das Buch von Marie F. Mongan gelesen und hatte dann die Möglichkeit Ingrid Pfitscher, die Hypnobirthing-Geburtsvorbereitungskurse in Südtirol anbietet, kennen zu lernen. Jedoch habe ich keinen Kurs besucht. Das Buch ist sehr interessant, und hat gute Ansätze zur schmerzfreien Geburt, aber das Thema ist sehr komplex und deshalb empfehle ich die Lektüre auf jeden Fall mit einem Kurs zu kombinieren. Denn alleine bleibt vieles unverständlich. Viele Mamis, die den Kurs besucht haben, haben mir versichert, dass er für sie und für die Geburt sehr wertvoll und hilfreich war.
Infos findet ihr hier:


mercoledì 23 dicembre 2015

Kekse backen mit Bauch


Die meisten von euch haben in der Zwischenzeit meinen Lebkuchen bekommen oder vielleicht auch schon verspeist. Ich liebe Kekse backen, jedoch war es heuer dennoch etwas anstrengender: vor allem das Stehen. Kekse backen, ist so wie Marmelade einkochen sehr meditativ. Putzen kann auch meditativ sein, so wie all jene Tätigkeiten, in denen man sich nur auf eine Sache konzentriert und ganz bei dieser Sache bleibt. So entspannt der Geist. 
Natürlich habe ich viel zu viel gebacken, und jetzt könnt ihr euch vorstellen, weshalb mein Bauch ständig wächst.

Nun bin ich in Weihnachtspause und musste mich von vielen Schülern für etwas länger verabschieden. Andere habe ich ja vor im Jänner wieder zu sehen, vorausgesetzt das Baby hat noch Lust auf Yoga.

 
Die fertigen Lebkuchen


Zum Abschied von einigen Yogaschülerinnen: DANKE!


Hausarbeit: Babykleider sortieren, waschen, einräumen kann ganz schön anstrengend sein. 



giovedì 26 novembre 2015

29. Woche und bald ist der 1. Advent


Mein Thema in diesen Tagen: Nestbau. Ganz normal, sagen meine Freundinnen. So fege ich zu Hause von Ecke zu Ecke, und wasche Vorhänge und gönne mir eine Putzfrau. Verräume Kleider, die jetzt mal nicht passen und schaffe Platz für Strampelanzüge & Co. Irgendwie sehe ich aber kein Ende: der Maler läßt immer noch auf sich warten, aber vor Weihnachten kommt er bestimmt, im Keller häufen sich die Kisten für den Recyclinghof, und die Babyerstausstattung muss ich auch noch holen. Und die Bücher empfehlen, jetzt schon mal die Krankenhaustasche zu packen, aber was soll da bloß rein?? Am liebsten wäre mir ja eine Flutsch-Geburt zwischen den Yogamatten, dann muss ich mich nicht mit der Frage beschäftigen: wo bringe ich mein Kind zur Welt?
Um mich abzulenken und zu entspannen, schiebe ich den Nestbau wieder beiseite und beschäftige mich lieber mit der Weihnachtsdekoration und dem Kekse backen. 

Was sich inzwischen verändert hat:
  • ich spüre die Müdigkeit wieder mehr 
  • der Schluckauf meines Babys kann manchmal störend sein
  • ich liebe Orangen, aber zu viel ist wahrscheinlich auch nicht so gut
  • im Yoga komm ich mal öfters außer Atem und der Bauch braucht immer mehr Platz
  • im Wasser fühle ich mich federleicht
  • ich kann von Liebesgeschichten nicht genug bekommen, und muss dabei auch weinen

martedì 17 novembre 2015

28. Woche... es fehlen noch 12 Wochen!

so fühle ich mich manchmal in den Yogastunden...


St. Martinsfeier mit Patenkind im Waldkindergarten am Ritten - sehr idyllisch



der obligatorische Ikea Besuch mit Bauch durfte nicht fehlen


Der Bauch wird runder, aber ich merk das gar nicht so. Die anderen erinnern mich daran. Manch einer hat sogar vermutet, das Kind kommt noch heuer! Hilfe, wie sehe ich dann in 2 oder 3 Monaten aus, denn 3 Monate fehlen noch, so ungefähr. Genau weiß man das ja nie.
So bereite ich mich langsam darauf vor, das Nest zu bauen, aber viel wichtiger ist einen Ersatz für meine Yogastunden zu finden!
Ich bin dabei und hoffe, auf eine baldige Erleuchtung. 

lunedì 26 ottobre 2015

24. Woche + .. Yoga mit Bauch


Der Bauch wächst und wächst und ich hoffe nicht nur der Bauch, auch das Baby.
So erlebe ich jede Woche nicht nur etwas neues in meinem Körper, sondern auch auf der Yogamatte.
Sonnengruß geht gar nicht mehr. Ab und zu bleibt mir nichts anderes übrig, als ihn vorzumachen, da komme ich aber schnell aus der Puste und spätestens in der Kobra drückt und zwickt es. Der Bauch hat einfach keinen Platz mehr. 
So sitze ich dafür mehr und habe mehr Zeit, meine Schüler genauer zu beobachten. Ob ihnen das wohl recht ist?

Und zwischendrin holt mich ein Gestrample im Bauch wieder in die Realität zurück. Es ähnelt momentan mehr einem FußballspielerIn, anstatt einem YogiNI. Wahrscheinlich bringt Yoga auch ihre/seine Energie zum Fließen und ist abends besonders aktiv.

Mir wäre es auch recht, würde der Bauch so bleiben, aber es fehlen noch 3 1/2 Monate und wenn ich dran denke, dass zwischendrin auch noch Weihnachten ist, wird es schwierig werden, damit er nicht weiter wächst.

Was ich sonst noch erlebe...

- Wassergymnastik für Schwangere
sehr angenehm und zu empfehlen: ich fühle mich federleicht! Sobald ich aber aus dem Wasser komme, ist der Bauch im ersten Moment, um so schwerer



- Wellnesswochenende mit Freundinnen
denn schließlich weiß ich nicht, wie schnell ich wieder ein Wochenende mit ihnen verbringen werde


- Herbststimmung genießen


- Nest bauen
Ausmisten, umräumen und Platz schaffen




giovedì 24 settembre 2015

20. Woche - der Genuss der Langsamkeit

Ich bin in den vergangen Jahren schon oefters in den Genuss der Langsamkeit gekommen.
Das erste Mal, wenn ich richtig erinnere, als ich vor 5 Jahren die Yogalehrerausbildung absolvierte. Zurueckgezogen in einem behueteten Raum, mit kaum Kontakt zu Aussenwelt, Familie, Freunde, entdeckte ich die Qualitaet der Langsamkeit. Waehrend ich zu Hause, schnell zur Arbeit musste, schnell in der Arbeit Dinge erledigen, noch schnell einen Anruf, Freunde sehen usw., erlebte ich in jenen Wochen, je langsamer ich einer Taetigkeit nachging, desdo langsamer verging die Zeit. Im Gegenteil, sie verflog nicht mehr, ich hatte mehr als genug von ihr, und manchmal auch zu viel. Und gerade weil ich so viel Zeit hatte, musste ich auch nichts mehr schnell machen, denn was tun, wenn ich eine Sache zu Ende hatte?
Nach vier Wochen Ashram Leben, kam ich zurueck nach Hause und es dauerte nicht lange, vielleicht nach einigen Wochen, hoechsten einem Monat, war ich wieder angekommen in der Schnelligkeit. 
Die Langsamkeit war mir schnell abhanden gekommen.

Jetzt ist sie wieder zurueckgekehrt, die Langsamkeit, seit ein kleiner Mensch in meinem Bauch herumhuepft und strampelt. 
So sitze ich in meinen Yogaklassen, wie auf einer seligen Wolke, und muss mich manchmal wachruetteln, damit ich die Schueler nicht zu lange sitzen lassen oder sie in der Endentspannung vergesse. 

Ich erlebe gerade das, was ich versucht habe, durch den Yoga, immer wieder zu lernen: gelassen die Dinge auf mich zukommen zu lassen und ein Ding nach dem anderen zu tun, anstatt alles gleichzeitig, so wie wir Frauen Meisterinnen darin sind. 
Es kann auch passieren, dass ich mich im Genuss der Langsamkeit verliere, bis jetzt aber, war ich noch immer auf der richigen Matte zur richtigen Zeit. 

Was ich in den letzten Wochen erlebt habe (natuerlich alles mit einer gewissen Langsamkeit):

Yoga auf einem Mini Gipfel

 Lachen mit Freundinnen

 Suesses Geniessen

Belly Painting 19. Woche


So wuensche ich mir, dass die Langsamkeit lange anhaelt, und auch ihr mal in ihren Genuss kommt. 
Es ist ganz einfach! Beginn in deiner Yogapraxis: anstatt viele und schnelle Sonnengruesse, damit du fast aus der Puste kommst, atme langsam, und bewege dich langsam!



lunedì 31 agosto 2015

13. Woche - Painting the belly


Jetzt sind mal die Zeiten vorbei, in denen ich über meine Reisen berichtete.
Denn nun schlägt ein zweites Herz in meinem Körper und darüber werde ich nun erzählen. (Keine Sorge, es wird kein Babyblog!)
Der noch kleine Bauch im Foto und doch größer als normal (vielleicht hatte ich ja in Island zugenommen?) wurde von zwei lieben Lehrerkolleginnen während einer Yogafortbildung bemalt. Das war vor vier Wochen. Inzwischen ist der Bauch größer und ich kann ihn nicht mehr verstecken und will es auch nicht. Der Atem ist kürzer und fließt schneller und wenn ich meinen SchülerInnen den Sonnengruß vormache und erkläre, komme ich ganz schön ins Schwitzen und muss Luft holen. 
Wie kann so was klitzekleines in mir, das ich noch nicht spüre, so viel verändern?

Die Fortbildung war über Yoga in der Schwangerschaft. Als ich mich angemeldet hatte, war ich noch nicht schwanger und ich hätte mir auch nicht erwartet, es so schnell zu werden. 
Nun saß ich anfangs August in der Nähe von Florenz in einer wunderschönen Villa - Villa Vrindavan, Sitz der Hare Krishna, und begann mich mit dem auseinanderzusetzen, was mich in den nächsten Monaten wohl erwarten würde.
Meist saß ich als werdende Mami dort, anstatt als Yogalehrerin, und erlaubte mir auch täglich mein kurzes Schläfchen gegen 11 während des theoretischen Unterrichts. Da konnte ich mich nicht wehren, es ging um wenige Sekunden und weg war ich. Auch nur 20 Minuten reichten und ich war wieder fit. Wir praktizierten Yoga und während ich die Asanas mit meinem wachsenden Bauch neu erlebte, steckten sich die anderen den Polster drunter, um nachzufühlen, wie das sein könnte. 
Aber die Theorie kann manchmal schön entfernt sein, von der Praxis, das erlebe ich jetzt immer wieder. 





Wie ich die ersten Schwangerschaftswochen erlebt habe:

  • ich schlief viel und tue dies weiterhin
  • ich ertrug die Hitze kaum, kaufte einen Ventilator und bin jetzt blasser als im Winter
  • ich trank extrem viel Limonade mit Mineralwasser
  • ich aß so viel Obst wie nie zuvor in meinem Leben (war immer mehr auf dem Gemüsetrip)
  • ich blick zu den Berggipfeln von unten und beneide meine Bergkollegin, die von Gipfel zu Gipfel hüpft - ohne mich
  • ich ertrug die Stille nicht mehr, dass ständig das Radio lief und ich alle möglichen Leute anrief - und wenn alle im Urlaub waren, musste meine Mutter herhalten
  • ich schaute mir so viel Käse im TV an, dass es an der Zeit ist, dass nächste Woche die Yogakurse wieder beginnen
Aber ansonsten alles in Ordnung...