sabato 27 dicembre 2014

Weihnachtsbegegnungen

Am 23. Dezember, nach meinen letzten Einkäufen vor Weihnachten, sitze ich in einem Café und warte auf meine Schwester. Das Café ist ziemlich voll, so setzt sich eine Dame zu mir. Sie müsse sich kurz ausruhen, ihre Einkaufstasche ist ziemlich schwer und sie drückt sie mir in die Hand, damit ich spüre, wie schwer sie zu schleppen habe. Artischocken hat sie gekauft, am Gemüsestand gegenüber. Wie sie die Artischocken zubereiten würde, fragte ich neugierig. Artischocken wären gesund, habe ich mir mal sagen lassen, sie kommen aber in meinen Gerichten kaum vor. Die Dame macht sie  als Beilage zu Weihnachten, mehr verriet sie mir nicht. Während sie ihren Kaffee bestellte, kam eine zweite Dame und setzte sich zu uns.  Sie komme jeden Tag hier her, aber an diesem letzten Tag vor Weihnachten wärei es besonders voll. Die Dame wolle sich etwas ausruhen und ebenso einen Kaffee genießen. Die Artischocken Dame spricht Italienisch, die zweite, die zu uns gestoßen war, hingegen Deutsch. Ich plauderte mit der ersten weiter, als die zweite fragt , ob sie meine Großmutter wäre.. Nein, nein, antwortete die Artischocken Dame. Sie hat zwar drei Kinder, aber kein einziges Enkelkind. Kann ja noch werden, meinte ich. Nein, die wären schon alt: Der Sohn über sechzig, die Töchter in die fünfzig. Jetzt hat man drei Kinder und keines, obwohl alle drei verheiratet, hat ihr einen Enkel geschenkt. Sie selber ist neunzig Jahre alt. Daraufhin begann die zweite Dame zu erzählen: Sie sei vierundneunzig Jahre alt, hätte acht Enkel und elf Urenkel. So tauschten sich die Damen Komplimente aus, so gut es ging zwischen den zwei Sprachrn, mit Hilfe der Hände und von mir, über ihren guten Zustand in diesem Alter, und erzählten, was sie noch alleine machen können, und was nicht mehr, wie sie Weihnachten feiern werden.  Und ich saß mittendrin und wünschte mir, ich hätte noch eine Großmutter. 
Die Begegnung dauerte zehn, vielleicht fünfzehn Minuten. Zuerst verabschiedete sich die zweite Dame, die Artischocken Dame frage daraufhin , ob die zweite Dame zu mir gehörte. 
Da trafen sich drei unbekannte Frauen, teilten den Kaffee und jede ging dann wieder ihres Weges. 
Außer ich, ich blieb sitzen und da kam auch schon meine Schwester. 

Nessun commento:

Posta un commento